Kork auf Boden verkleben
Der Kork wird aus der Korkeiche gewonnen. Doch auch einige andere Pflanzen bilden diesen Stoff in geringen Mengen. Die Korkeiche jedoch ist die Pflanze, die am meisten Kork in der Rinde bildet, deshalb trägt sie auch diesen Namen. Der Kork kommt meistens sogar in Jahresringen vor und kann dann zur Verarbeitung genutzt werden, wenn man ihn “geerntet” hat. Neben dem Kork im Fußboden wird es meist als Bindemittel genutzt und in der Oberflächenbehandlung. In der Fischerei ist der Kork auch sehr beliebt, zum Beispiel an den Schwimmern bei den Angelruten. Eine andere Art den Stoff aus der Korkeiche zu nutzen, ist zum Beispiel als Fußbett bei Sandalen oder Stiefeln. Wie man herausfand, ist der Stoff ziemlich elastisch und zusammendrückbar, von daher nicht zu hart für den Fuß und gelenkschonend.
Eigenschaften von Kork
Der Stoff Kork, der aus der Korkeiche gewonnen wird ist sehr leicht, er hat nur ein Volumengewicht von 100 bis 250 kg pro Kubikmeter und ist ziemlich resistent gegen das Eindringen von Feuchtigkeit. Er ist ein schlechter Wärmeleiter, zusammendrückbar und elastisch, sowie gegen Verschleiß resistent. Man kann ihn zusammendrücken, ohne, dass er sich nach der Seite hin ausdehnt. Er besitzt eine gute Wärmespeicherkraft und ist alterungsbeständig und schalldämmend. Solch ein Material wie unseren guten Kork gibt es kein zweites Mal.
Kork auf Boden verkleben
Die Korkplatten, sollte man einige Tage vor der Verlegung in den Räumen, in denen man den Boden erneuern möchte, zur Aklimatisierung lagern. Man muss die Verpackungen öffnen, um zu sehen, welche verschiedenen Färbungen die Korkplatten haben und sollte sich bewusst sein, dass Kork ein Naturmaterial ist, in dem man die Färbung nicht bestimmen kann. Egal ob heller oder dunkler, man kann die Platten aus den Verpackungseinheiten vorher mischen.
Ist die Vorbereitung abgeschlossen, kommt man zum eigentlichen Kork Verlegen. Natürlich ist klar, dass der Boden, auf dem verlegt werden soll, fettfrei, sauber und unbeschädigt sein soll.
Darauf werden die Platten auf Stoß und fest auf dem Boden verlegt. Einen speziellen Korkkleber muss dafür im Baumarkt besorgt werden. Dieser sollte auch lösemittelfrei sein und direkt für Fußböden geeignet. Kleber für Decken oder Wände sind nicht ausreichend belastbar. Die Korkplatten dürfen auf keinen Fall mit Kreuzfugen verlegt werden, wenn man nicht möchte, dass sich die Ecken später vom Fußboden ablösen. Sind die Klebearbeiten abgeschlossen, darf der Raum gute 36 Stunden nicht betreten werden. Entstehen Unebenheiten beim Verlegen, kann man diese natürlich noch mit einem Schwingschleifer oder Schleifpapier abschleifen. Der anfallenden Schleifstaub muss abgesaugt. Im Anschluss an das Verlegen muss geölt und gewachst, wenn es möglich ist in einem Arbeitsgang. Der unbehandelte Korkbelag muss mit Hartwachsöl imprägniert werden. So kann man Schmutz und mechanische Beanspruchungen vermeiden. Man nimmt sich dann einen breiten Ziehspatel und trägt den ersten Anstrich auf. Im Anschluss daran verteilt man diesen gleichmäßig dünn auf die Fläche. Bei größteren Flächen empfiehlt sich eine Poliermaschine. Diese kann im Baumarkt ausgeliehen werden und alles geht schneller und gleichmäßiger.
Den zweiten Anstrich nimmt man sich nach weiteren 24 Stunden vor. Man sollte jedoch nicht vergessen, während dem Trocknen den Raum zu lüften. Für den zweiten Anstricht braucht man eine Schaumstoffrolle. Das Öl bleibt nun auf dem Boden liegen. Überstehendes Öl wird mit einem Tuch beseitigt. Weitere 24 Stunden darf man den Boden nicht betreten. Zwei bis drei Wochen braucht das Öl, bis es richtig ausgehärtet ist.
Eine andere Methode gibt es, das Ölen und Wachsen nacheinander vorzunehmen. Hier kann das Öl ungehindert in die Poren einziehen und imprägniert so das Material. Ein Wachsauftrag soll die Belastbarkeit der Oberfläche stärken. Jedoch sollte man hier auch 24 Stunden warten. Danach wird der Wachs aufgetragen, egal ob Heiß- oder Kaltwachs. Nach einer Trocknungszeit von 8 bis 48 Stunden wird der Boden noch einmal poliert, entweder mit einem Bohnerbesen selbst oder maschinell und fertig ist das Werk. Wohnen mit Kork ist ein besonderes Gefühl.
Wie schon beschrieben ist er wärmedämmbar, gut für die Füße und gelenkschonend und das Wohngefühl ist besonders natürlich. Nicht zuletzt sieht er auch noch sehr edel aus, ein
Korkfußboden. Wenn etwas herunterfällt, entstehen keine Schäden, da der Kork immer wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgeht. Zu guterletzt ein Tipp, man sollte Korkreste unter die schweren Möbel stellen, damit man keine dauerhaften Abdrücke in den Boden bekommt.
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